Sterben

Kann man Sterben lernen?

 Es vielleicht schon mal üben und trainieren - so wie körperliche Fitness und wenn ja, warum überhaupt? Joggen stabilisiert bekanntlich den Kreislauf und verbessert die Kondition. Regelmässiges Training stärkt die Muskulatur und steigert die Belastbarkeit im Alltag.

Genauso kann ich auch das Sterben üben. Der Muskel, der dabei aufgebaut wird, ist der Loslass-Muskel. Je gezielter ich Vergangenes, Sorgen, Bedenken und sich wiederholende Lebensthemen loslassen kann, um so eher gehe ich mit, mit dem, was mir gerade begegnet und nicht mehr dagegen an. Ich lerne, mich auf Essentielles zu fokussieren und finde nach einiger Zeit der Anwendung in ein tragendes Vertrauen hinein. Das sind alles Eigenschaften, die auf dem Sterbebett den Übergang erleichtern.

 

Der positive Nebeneffekt für das Leben ist bald spürbar: Die Lebensqualität verbessert sich - genauso wie sie sich durch einen gesunden und fitten Körper verbessert.

 

Wie beim Sport ist auch beim Sterbetraining wichtig, dass ich mit der richtigen Technik an die Sache herangehe, in Übungsintervallen trainiere und den Punkt erreiche, an dem sich Durchhaltevermögen in Freude verwandelt, weil ich die positive Entwicklung als Geschenk von mir an mich selbst erlebe.

 

In solchen Momenten fällt mir oft erst auf, was sich alles verändert hat: In vergleichbaren Situationen reagiere ich ganz anders, gelassen, leichter und freier als früher. Damit gehen alte Identitäten und Vorstellungen, wie etwas oder jemand doch bitte schön sein soll...

 

In diesem Leichter- und Freierwerden lässt sich eine Unbegrenztheit erahnen, die an das Sterben vorab erinnert. Für den Moment dieses Lebens bedeutet das die Fähigkeit bisherige Perspektiven und Wahrnehmung in Unermessliches zu erweitern und echtes Neues zu erfahren

 

 

 

Sind Sie selbst oder ein Ihnen nahestehender Mensch mit dem Tod konfrontiert?

 

 

 

Spüren Sie eine Trauer, die Sie schon lange begleitet oder die akut ist?

 

 

 

Ahnen Sie, dass nicht alles einfach immer so weiter läuft, sondern ein Richtungswechsel ansteht?  

 

 

 

Möchten Sie Ihre Träume noch in diesem Leben verwirklichen?

 

 

 

  Ahnen Sie, dass Vergänglichkeit etwas ist, um das wir nicht herumkommen, auch wenn es vielleicht schwer fällt?