Rückwärtskalkulation

 Im Zusammenhang mit einer Projektplanung sprach man neulich über die Vorteile einer Rückwärtskalkulation.

 

Aha, dachte ich mir, da haben wir es ja wieder: Warum hat uns eigentlich keiner beigebracht, wie wir ein so spannendes Projekt wie das eigene Leben rückwärtskalkulieren, also mit Zielen bestücken, diese sorgfältig überprüfen, in Etappen vorgehen, Arbeitsschritte festlegen und sie vor allem umsetzen?

Es lässt sich beobachten, dass viele Menschen einfach vorwärts dahinleben, mit Gewohnheitszielen (der Feierabend, das Wochenende, der nächste Urlaub), vorgegebenen Zielen (die Ausbildung, die Beförderung, die Rente) oder in der diffusen, lebenslangen Hoffnung, dass sich irgendwann von alleine etwas ändert oder auf einmal ganz toll wird.

 

Die Rückwärtskalkulation hat da eindeutige Vorteile: Das Ende des Lebens für diese Form, an der mein derzeitiges Bewusstsein gekoppelt ist, ist eine klare Vorgabe. Denn überlebt hat das Leben bisher noch keiner. Von hier aus kann ich mir persönliche Ziele setzen. Bei der Rückwärtskalkulation starte ich von meinen Zielen aus, d.h. ich bin mit ihnen ständig verbunden und habe sie klar vor Augen. So wird die Planung konkret und konzentriert sich gleich auf die wirklich wichtigen Dinge.

 

Übrigens endet die Planung solange nicht, bis das Projekt abgeschlossen ist. Sie sollte immer wieder überprüft werden. Folgende vier Fragen begleiten Sie dabei:

 


1. Was sind meine Ziele und sind sie noch stimmig? Das herauszufinden ist manchmal gar nicht so einfach.
2. Welche Maßnahmen führen dorthin?
3. Was hindert oder blockiert?
4. Sind Etappenziele und Vorgehensweise realistisch?
5. Wo liegen evtl. Risiken in der Planung: Wo braucht es neue Denkweisen und was muss oder kann ich im Aussen jetzt verändern?


Zum Schluss heißt es: "Vergessen Sie nicht, das erfolgreiche Beenden des Projekts zu feiern." – Na, so soll es doch sein, oder?

 

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0